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Industriebau: 15 Prozent mehr Angebotsanfragen im ersten Halbjahr 2025

05 Jun

By: Alexander Faust

Marktdaten

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Während 2024 ein herausforderndes Jahr für die deutsche Bauwirtschaft war, stimmt das erste Quartal dieses Jahres zuversichtlicher. So ist der bereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch im Segment des industriellen Bauens deutet sich eine Belebung der Nachfrage an: Laut einer Auswertung der Ausschreibungsplattform Flexbau nahm die Zahl der neu angefragten Industriebau-Projekte zwischen Januar und Mai 2025 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zu. Ein Gastbeitrag von Bianca Franke, Flexbau.

Steigende Material- und Energiepreise, Fachkräftemangel, Investitionszurückhaltung – Die deutsche Bauwirtschaft steht unter Druck. Auch für 2025 prognostiziert der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) einen preisbereinigten Umsatzrückgang von etwa 2,5 Prozent.

Umso positiver stimmen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Q1 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Die verbesserte Auftragslage im Baugewerbe im Allgemeinen lässt sich im Speziellen auch im Teilbereich des industriellen Bauens ausmachen. Das zumindest legt eine Auswertung der Ausschreibungsplattform Flexbau nahe, auf der öffentliche und gewerbliche Auftraggeber Angebotsanfragen an Fachfirmen für ihr Bauprojekt stellen können. Demnach ist die Anzahl der neu angefragten Angebote von Januar bis Mai 2025 um rund 15 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

21 Prozent mehr Angebotsanfragen für mobile Raumlösungen

Einen besonders starken Anstieg der Nachfrage konnte laut der Online-Plattform das Segment der mobilen Raumlösungen verzeichnen. Dazu zählen vor allem Bau-, Büro- und Sanitärcontainer. Hier ist die Anzahl der neu gestellten Angebotsanfragen gegenüber dem Vorjahr im Januar bis Mai 2025 um 21 Prozent gestiegen. Ein möglicher Grund ist die Zunahme des Auftragseingangs im Bauhauptgewerbe insgesamt. So ist der Bedarf an temporären Raumlösungen wie Bau- und Bürocontainern stark durch die Bautätigkeit beeinflusst, da sie überwiegend auf Baustellen zum Einsatz kommen.

Nachfrage für Hallenbauten wächst um 14 Prozent

Nachdem 2024 rund 9 Prozent weniger Angebote für Hallenbau-Projekte über Flexbau angefragt wurden, lässt sich in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr ausmachen. Während die Anzahl neu angefragten Hallenbauten von Januar bis Mai 2024 bei 481 lag, liegt sie 2025 mit 550 Angebotsanfragen rund 14 Prozent darüber. Laut den Betreibern der Plattform ist die Zunahme der Nachfrage vor allem durch Produktions- und Industriehallen getrieben. Das Interesse an landwirtschaftlichen Hallen sei hingegen weiterhin verhalten.

11 Prozent mehr Nachfrage für gewerblichen Modulbau

Anders als Hallenbauten, die überwiegend im produzierenden Gewerbe, als Werkstätten und in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, finden Modulbauten vor allem im öffentlichen Bereich und in der Verwaltung als Bürogebäude, Schulen oder Kindergärten ihre Anwendung. Hier ist die Anzahl der neu ausgeschriebenen Projekte von Januar bis Mai 2025 von 198 auf 220 und somit um 11 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

Über Flexbau

Flexbau ist eine B2B-Online-Plattform, auf der gewerbliche und öffentliche Auftraggeber Industriebau-Projekte deutschlandweit ausschreiben können, um so Angebote von verschiedenen Fachfirmen zu erhalten. Die Auswertung basiert auf 1.990 Nutzern aus 2024 und 2025, die im Zeitraum von Januar bis März ein Angebot über die Online-Plattform angefragt haben. Flexbau dient als reiner Vermittler von Angebotsanfragen für Modulbauten, Hallenbauten und Containerlösungen und hat keinen Einblick darüber, bei welchen der angefragten Industriebau-Projekte es tatsächlich zu einer Umsetzung gekommen ist.

 

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