By: Alexander Faust
Marketing / Pressemitteilungen
Düsseldorf, 29.06.2026: Seit mittlerweile 14 Jahren untersucht BauInfoConsult das Informations- und Orientierungsverhalten in der Baubranche. Dabei geht es einmal um die Medien, die am meisten genutzt werden – und natürlich steht hier das Internet schon lange hoch im Kurs – aber auch um die Arten der Information, die bei den beruflichen Nutzern in Architektur-, Bau- und Bauhandwerksfirmen besonders hoch im Kurs stehen. Vor zwei Jahren hatten die traditionellen Medien hier wieder die Nase vorn: nach den spärlichen Kontakten der Coronazeit genossen die Bauprotagonisten den persönlichen Kontakt wieder besonders. Doch die aktuelle Erhebung deutet an, dass der Trend zur Digitalisierung womöglich langfristig stärker ist: Bei Traditionsmedien wie Messen und Fachzeitschriften geht der schleichende Bedeutungsverlust weiter, während die Online-Recherche durch die stärker individualisierten Suchtreffer dank allgegenwärtiger KI-Tools noch an Geschwindigkeit zugenommen hat. Auch Social Media – wenn auch nicht nur als Informationsmittel, sondern auch als Mittel für Austausch und Selbstdarstellung im Rahmen des eigenen Marketings, nimmt weiter an Reichweite in der Baubranche zu. Insgesamt lassen sich vier Kommunikationstypen in den Betrieben erkennen, deren unterschiedliche Vorlieben und Bedürfnisse die Studie im Detail nachzeichnet.
Die „wichtigsten“ Kommunikationskanäle – die Bewertungen sind natürlich subjektiv …
In unserer im April und Mai 2026 durchgeführten CATI-Erhebung unter 400 Architekturbüros, Bauunternehmen, Dachdecker- und Zimmererbetrieben, Maler- und Trockenbau- sowie SHK-Installationsfirmen sollten die Nutzerinnen und Nutzer aus der Branche die Wichtigkeit der verschiedenen Informationsquellen zunächst selbst einstufen – unabhängig von der separat abgefragten Häufigkeit der Benutzung. Denn ich kann auch eine Informationsquelle wesentlich seltener nutzen und dennoch kann dieser eine Informationsvorgang meine Entscheidung sehr viel nachhaltiger beeinflussen als die zuvor immer wieder einmal getätigten Erkundungen.
… doch aussagekräftig und 2026 mit eindeutigem Trend
In diesem Sinne hatten die Branchenakteure in der Vergangenheit mehrheitlich den Informationen aus persönlichen Gesprächen einen besonders hohen Stellenwert eingeräumt, obwohl das Internet bei der Nutzungshäufigkeit seit 2016 stetig zugelegt hat. Bereits 2022 – noch in den Nachwirkungen der Lockdowns und der fast zweijährigen Gewohnheit des Lebens und Arbeitens „auf Abstand“ – hatten die digitalen Medien in der Einschätzung der Befragten die persönlichen Gespräche als wichtigste Informationsquelle eindeutig abgelöst. Bereits im ersten Lockdown 2020 war es in dieser Hinsicht etwas enger geworden, wenn auch noch zugunsten der traditionellen persönlichen Medien-Kategorie.
In der Erhebung im Jahr 2024, nach dem Ende der Lockdown-Beschränkungen genossen die Bauakteure die persönlichen Begegnungen offenbar so sehr, dass 2024 wieder die persönlichen Informationswege für am wichtigsten gehandelt wurden – und zwar von mehr als jedem zweiten Bauakteur über sämtliche untersuchte Berufsgruppen.
Doch mittlerweile scheint das digitale Alltags-Übergewicht auch im Bewusstsein der Bauakteure ihren Tribut zu fordern: Digitale Informationen haben das oberste Siegertreppchen erneut erklommen – womöglich, um sich dort auch langfristig einzurichten: Waren 2024 noch zahlreiche Verarbeiterbetriebe Teil der „persönlichen“ Fraktion, werden die digitalen Medien in der aktuellen Erhebung zielgruppenübergreifend von mindestens der Hälfte der Befragten als wichtigstes Informationsmittel begriffen.

- Da wären einmal die „Persönlichen“ – also alle diejenigen, die Informationen aus erster Hand – den Kollegen oder Geschäftspartnern, denen man vertraut, dem Kontakt im Handel oder Außendienst, dem vertiefenden Gespräch auf der Messe oder in einer sonstigen Veranstaltung – als wertvollste Information einschätzt. War diese Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern in der Vergangenheit klar in der Mehrheit, befinden sie sich mittlerweile klar abgeschlagen auf einem guten Platz 2 – also für eine Kommunikationsstrategie nach wie vor besonders relevant.
- Im Vergleich dazu werden die erneut drittplatzierten „Print-Affinen“ immer mehr zum bloßen Beifang. Doch sollte man diese Old School-Fraktion nicht unterschätzen, denn durch ihre Fokussierung auf gedruckte, ausführliche Informationen lassen sie sich aus Sicht des kommunizierenden Hersteller- oder Handelsunternehmens mit deutlich weniger Aufwand direkt erreichen als die „persönlichen“ oder gar die nur mit ständigen SEO- und KI-optimierten Maßnahmen sicher zu bespielenden Internetaffinen.
- Diese Gruppe der „Digitalen“ ist mittlerweile deutlich an der Spitze der Nutzertypen. Wie bereits in den Vorjahren gehören dazu vor allem Angehörige der Architekturberufe. Deren einstige Vorliebe für Print (2012) ist schon länger eindeutig von Informationen im Internet verdrängt worden. Lässt sich die Vorliebe der Planerinnen und Planer für schnelle Internetrecherchen zu Produkteigenschaften, -alternativen durch die kreative Entwurfs-Arbeit am Schreibtisch erklären, sind es bei den Verarbeitern die mittlerweile immer häufiger auch online verfügbaren Informationen zu Preis und Verfügbarkeit sowie zu Fragen der Verarbeitung auf der Baustelle zu erklären.
- Nach wie vor ein Avantgarde-Grüppchen bildet die auf Social Media eingeschworene Gruppe der „Sozial-Interaktiven“, die vor allem Informationen aus ihren sozialen Netzwerken besonders großen Wert beimessen. Ihr Anteil an der Zielgruppe mag gering sein, doch durch ihre Vorliebe für Social Media bildet ihr etwas intensiveres Nutzungsverhalten eine Art Vergrößerungsglas für die gesamten Branchenakteure – denn über unsere vier Nutzergruppen verfügt die Mehrheit der Befragten über ein Social Media-Profil (bzw. im Schnitt sogar mehrere).
Dasselbe gilt übrigens generell für alle Nutzertypen: Unabhängig von den Vorlieben der Branchenakteure für das eine oder andere Lieblingsmedium nutzen alle Arten von Medien-Präferenztypen dennoch mehr oder weniger alle vier Medienarten, um sich zu informieren – wenn auch (je nach Typ und Vorliebe) mehr oder weniger intensiv. Um das für die Leserinnen und Leser des „Kommunikationsmonitors“ nachvollziehbar zu machen und ihnen für die eigene Kommunikations-Arbeit nützliche Einblicke in die „Denke“ der Bauakteure in Bezug auf Informationen und Medien zu ermöglichen, stellen wir in den Datenanhängen der Studie sämtliche Ergebnisse auf die gestellten Fragen auch nach Nutzertyp dar.
Über die Untersuchung
Die aktuellen Entwicklungen im Kommunikations- und Orientierungsverhalten bei insgesamt 400 Architekturbüros, Bauunternehmen, Dachdecker- und Zimmererbetrieben, Maler- und Trockenbau- sowie SHK-Installationsfirmen werden im Kommunikationsmonitor 2026 durch repräsentative Umfrageergebnisse dargelegt. Auf einer breiten Datenbasis enthält der Bericht ausführliche Informationen zum Kommunikations- und Informationsverhalten in der Branche:
- Nutzung und Bewertung von Informationsquellen
- Informationsrecherche im Internet & KI-Nutzung
- Informationsverhalten je nach Produktgruppe/Bausgement
- Webseiten von Herstellern
- Informationen durch persönlichen Kontakt (Messen, Außendienst)
- Fachzeitschriftennutzung & Top-Fachzeitschriften je Zielgruppe
- Social Media-Nutzung für die 8 wichtigsten sozialen Netzwerke für die Bauwirtschaft
- Gebrauch von Apps
- Entwicklung seit 2012
Der neue Kommunikationsmonitor von BauInfoConsult kann für 1.450 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden.
Über BauInfoConsult
BauInfoConsult ist ein auf die Bau-, Installations- und Immobilienbranche spezialisiertes Unternehmen. Wir analysieren laufend Marktdaten und Informationen zur deutschen Baubranche und erstellen auf Grundlage eigener Markterhebungen Analysen und Prognosen zu aktuellen Bautrends und Entwicklungen, die als Grundlage für Ihre marktrelevanten Entscheidungen herangezogen werden können. Um immer einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen zu haben, können Sie sich auf www.bauinfoconsult.de für unseren kostenlosen Newsletter einschreiben.
