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Werden die traditionellen Messen durch virtuelle Alternativformate ersetzt?

Im vergangenen Jahr führte COVID-19 dazu, dass so ziemlich alle physischen Veranstaltungen abgesagt wurden, einschließlich traditioneller Messen. Selbst in diesem Moment ist noch ungewiss, ob es bald uneingeschränkt möglich sein wird, wieder Messen mit Großevent-Charakter zu besuchen. Die Lücke, die durch abgesagte physische Veranstaltungen hinterlassen wurde, wurde durch die Virtualisierung dieser Ereignisse geschlossen. Virtuelle Meetings wurden und bleiben in vielen Geschäftsprozessen entscheidend, auch wenn die COVID-19-Pandemie vorbei sein wird. Aber wie wäre es mit virtuellen Messen? Werden sie die traditionellen Messen womöglich ersetzen? Die Ergebnisse einer neuen Studie zu europäischen Elektroinstallateuren geben eine ziemlich eindeutige Antwort auf diese Frage. Zumindest, was die Elektrobranche betrifft.

Und zwar eine klare Entwarnung: Die meisten Elektroinstallateure aus den sieben untersuchten Ländern beabsichtigen, nach der Pandemie traditionelle Messen zu besuchen. Selbst im Vereinigten Königreich, dem Land, in dem der kleinste Anteil der Installateure angaben, zu traditionellen Messen zurückkehren zu wollen, betrug dieser Anteil immer noch 80 Prozent der gesamten Installateure. Elektroinstallateure in den Niederlanden können es am wenigsten erwarten, bald zu den traditionellen Messen zurückzukehren: Hier beabsichtigen 94 Prozent „echte“ Messen wieder zu besuchen, sobald es wieder möglich ist.

Geringe Beteiligung an virtuellen Messen – Deutschland endlich einmal digitaler Vorreiter

Die Elektroinstallateure wurden auch zu ihrer Teilnahme an virtuellen Messen während der Pandemiebefragt. Die Ergebnisse erwiesen sich erneut als eindeutig: Obwohl traditionelle Messen der Hauptorientierungskanal für Elektroinstallateure sind, ist der Anteil der Teilnahme an virtuellen Messen den meisten europäischen Ländern sehr gering.

Übrigens war die Beteiligung in Deutschland mit 18 Prozent am höchsten (digitales Entwicklungsland? Von wegen!). Elektroinstallateure in Frankreich nahmen mit nur 5 Prozent am wenigsten an virtuellen Messen teil. Doch unterm Strich gilt; Selbst dort, wo sich Elektroinstallateure wie in Deutschland und den Niederlanden als einigermaßen an die Online-Orientierung und den Online-Kauf angepasst erweisen, nahmen nur sehr wenige von ihnen an virtuellen Messen teil.

Die Schlussfolgerung

Auch wenn Elektroinstallateure es gewohnt sind, Online-Medien zu nutzen, vermissen sie wahrscheinlich die persönliche Interaktion, das Händeschütteln und den Klatsch und Tratsch, der auf einer virtuellen Messe einfach fehlt. Europäische Elektroinstallateure warten auf den Moment, in dem sie Hersteller, Großhändler und andere Lieferanten und Kunden auf den traditionellen Messen wiederpersönlich treffen können. Es scheint also unwahrscheinlich, dass virtuelle Messen die traditionellen in absehbarer Zeit ersetzen werden. Sobald wieder traditionelle Messen in den Messehallen auftauchen, werden die Elektrohandwerker vor Ort Schlange stehen.

Über die Studie

BauInfoConsult ist ein auf die Bau- und Installationsbranche spezialisiertes Marktforschungsinstitut. Die Studie Europäischer Elektroinstallationsmonitor der USP Marketing Consultancy-Gruppe, zu der auch BauInfoConsult gehört, erscheint viermal im Jahr. Für die Untersuchung werden jährlich ca. 4.000 Elektroinstallateure aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Polen befragt.

Die Ausgabe Q1 2021 mit dem Themenschwerpunkt „Mediennutzung und Orienteriungsverhalten im Elektroinstallationssektor“ kann für 1.750 € über BauInfoConsult bezogen werden. Mehr Informationen erhalten Sie von Alexander Faust unter 0211 301 559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de.