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Modernisierungssegment Boden & Fliesen: Das Fachhandwerk bleibt ge-fragt

Düsseldorf, 05.03.2020: Bei der Modernisierung im Fußboden- und Fliesenbereich stehen dem Endverbraucher eine Vielzahl von Materialien, Formen und Farben zur Verfügung. Doch gerade beim Austausch von bestehenden Bodensystemen stellt sich vielen Modernisierungswilligen die Frage, wer die Arbeiten tatsächlich ausführen soll: man selbst oder doch lieber der Fachhandwerker? Da immer mehr Bodensysteme so beschaffen sind, dass sie auch durch einigermaßen versierte Hobbyheimwerker verlegt werden können, ist diese Frage kein Sonderfall. So zeigen die Ergebnisse einer breit angelegten Modernisierungsstudie, dass über die Hälfte aller Modernisierungsarbeiten im Fußboden- und Fliesensegment von den Endverbrauchern selbst durchgeführt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Handwerk außen vor bleibt. Im Gegenteil.

In der aktuellen Modernisierungsstudie wurden Online-Interviews unter Verbrauchern durchgeführt, die jüngst Modernisierungsmaßnahmen im Fußboden- und Fliesenbereich durchgeführt haben. Dabei zeigt sich, dass 57 Prozent der bodensanierenden Verbraucher angaben die geforderten Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt zu haben. Doch damit ist das Handwerk – insbesondere die spezialisierten Fliesen- und Bodenleger – nicht automatisch aus dem Rennen: Ein Drittel der 185 Verbraucher, die sich explizit um die Modernisierung ihrer Böden und Fliesen gekümmert hatten, haben hierfür einen ausgesuchten Fachmann aus dem Bodenlegesegment beauftragt.

Neben den „Fliesen- und Fußbodenverlegespezialisten“ führen bekanntermaßen auch andere Gewerke Arbeiten in diesem Bereich aus – wie etwa auf Sanierung spezialisierte (Bau-)Unternehmen, Maler oder Schreiner (letztere jedoch eher seltener). Nimmt man diese Gewerke ebenfalls in die Betrachtung auf, so kann man festhalten, dass sich im Punkt der praktischen Ausführung der Anteil von Fachhandwerkern und Heimwerkern in diesem Segment eher die Waage hält. Doch woher kommt der vergleichsweise hohe Anteil von Verbrauchern, die beim Thema Boden und Fliesen in Eigenleistung gehen?

Warum im Modernisierungssegment „Fußböden & Fliesen“ vieles selbst gemacht wird

Die weiteren Ergebnisse der Studie geben einen guten Hinweis darauf, warum in diesem Segment der Anteil von Verbrauchern, die das Modernisierungsheft praktisch selber in die Hand nehmen, vergleichsweise hoch ist. So gibt mehr als ein Drittel der bodenrenovierenden Endkunden an, den alte Bodenbelag komplett durch ein neues Laminat, Parkett oder Naturholzboden zu ersetzen. Gerade in Zeiten von Klick-Laminat und Klick-Parkett fühlen sich viele vermeintlich versierte Heimwerker dazu berufen, diese Bodensysteme selber zu verlegen – mit teilweise optisch miserablem Erfolg. Ähnlich verhält es sich mit dem Verlegen von angesagtem Klick-Vinyl oder klassischem PVC. Auch bei diesen Systemen, die bei 25 Prozent der Fußbodenmodernisierer zum Einsatz kommen, ist die Verlockung des „Selbermachens“ anscheinend hoch.

Allerdings lässt sich nicht immer alles im DIY-Prinzip realisieren. So dürfte es wohl außer Frage stehen, dass wohl nur wenige Verbraucher sich daran wagen dürften den alten Bodenbelag komplett in Eigenleistung durch Fliesen zu ersetzten. Da mehr als jeder vierte befragte Modernisierer zu Protokoll gab, sich bei der Erneuerung des alten Bodens für neue Fliesen entschieden zu haben, kann man davon ausgehen, dass dabei wohl das Gros vom professionellen Fliesenleger gelegt wurde. Dies entspricht ganz nebenbei auch den oben dargelegten Daten. Demgemäß gab fast jeder dritte Verbraucher an, den Bodenlege-Job einem Boden- und Fliesenleger übertragen zu haben.

Hat der Verbraucher immer das letzte Wort bei der Materialwahl?

Auch wenn viele der komplizierteren Bodenlegeaufgaben – z. B. bei Mosaik-Parketten oder Großformatfliesen – durch den Profihandwerker umgesetzt werden, bleibt die Materialentscheidung größtenteils in der Hand der Verbraucher bzw. Auftraggeber: Die Entscheidung über die Fußbodenlösung treffen die Modernisierer in drei Vierteln aller Fälle generell entweder interfamiliär oder allein. Dies ist nachvollziehbar, denn der Boden ist eines jener Bauteile, welches schon rein optisch einen großen Effekt auf den Gesamteindruck einer Wohnung hat. Die Entscheidung über Material und Farbe wollen daher wohl nur die wenigsten Modernisierer einem anderen überlassen.

Über die Studie

Die Informationen stammen aus der aktuellen Studie „Der deutsche Modernisierungsmarkt 2020“, mit der BauInfoConsult den Markt für private Wohnungsmodernisierung erstmals umfassend durchleuchtet. In der Modernisierungsstudie des Düsseldorfer Bauwirtschaftsdaten-Dienstleisters BauInfoConsult wurden 513 Haushalte zu Art und Umfang ihrer Modernisierungsaktivitäten befragt. Unter anderem behandelt die Studie Themen wie:

  • privates Modernisierungsvolumen 2019 nach Kernsegmenten
  • Prognosen des Modernisierungsvolumens 2020 und 2021
  • konkrete Maßnahmen/Bauteilmodernisierungen
  • Hauptgründe für Modernisierungsmaßnahmen („Key Drivers“)
  • Trendeinflüsse für Modernisierungen im Detail
  • Customer Journey & Ausführungsphase
  • Trends und Entwicklungen (Einflüsse Klimadiskussion, Wohnsituation, Investitionspläne)

Im Detail geht es in der Studie um die Segmente Heizung, Dach- und Fassadendämmung & -erneuerung, Fußböden & Fliesen, Fenster & Türen, Sonnenschutz, Badezimmer, Küche, Malerarbeiten, Trocken & Innenausbau sowie Smart Home. Die Studie „Der deutsche Modernisierungsmarkt 2020“ kann ab sofort zum Preis von 999 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bestellt werden. Mehr Informationen erhalten Sie von Alexander Faust und Christian Packwitz unter 0211 301 559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de. 

BauInfoConsult

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