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Fallstudie: E-Commerce & Webshops in der deutschen Baubranche

Der E-Commerce ist heute in allen Branchen auf dem Höhepunkt. Natürlich hat uns Corona noch mehr in die Online-Welt gestoßen, aber auch ohne dies wird der Online-Handel unweigerlich zur ersten Wahl beim Einkaufen. Ein Blog-Beitrag von Margareta Kocijančić, Marktinformationsspezialistin bei BauInfoConsult. 

Wie ist die Situation in der deutschen Bauindustrie?
Die Nutzung von Webshops in der deutschen Bauindustrie liegt heute bei etwa 12% Marktanteil mit stark steigender Tendenz – was dieses Segment sehr interessant macht.

Obwohl der deutsche Bausektor als eine sehr traditionelle Branche gilt, der sich nur langsam verändert und neuen Trends gegenüber zurückhaltend ist, zeigen die neuesten Analysen deutliche Veränderungen in der Nutzung von Webshops. 64% aller Bauakteure kaufen mindestens einmal pro Woche in Webshops ein.

Webshops: Hersteller vs. Fachhandel
Die 3-stufige Vertriebskette, typisch für den deutschen Bausektor, ist auch im Online-Handel dominant. 60 % der Verkäufe laufen über den Fachhandel, während die Hersteller nur 33 % des gesamten Webshop-Umsatzes abgreifen. Hier liegt ein riesiges Marktpotential für Hersteller und ihr Direktvertriebswachstum.

Schnelle Kaufprozesse, 24/7 Bestellmöglichkeit und zuverlässige Lieferung sind die wichtigsten Punkte für die Profis, wenn sie online einkaufen. Es scheint, dass der Fachhandel in diesem Bereich im Moment die Nase vorn hat. Hersteller, die es schaffen, benutzerfreundliche Webshops und gute Lieferoptionen zu entwickeln, werden davon profitieren und sich in der kommenden Zeit abheben.

Ein weiteres sehr wichtiges Element, das es zu entwickeln gilt, ist ein guter Beratungsservice. Das hat für die Käufer einen sehr hohen Stellenwert – sowohl online als auch offline. Und Hersteller stehen hier besser da als der Fachhandel.

Deshalb ist es sowohl für Hersteller als auch für den Fachhandel wichtig, eine offene Kommunikation mit den Online-Käufern aufzubauen – klare Produkterklärung, ehrliche Tests, gute Produktanwendungsbeispiele und eine erhältliche Beratung werden geschätzt.

Der steigende Trend zu Webshops für professionelle Nutzer ist zweifellos der entscheidende Faktor für das Wachstum des Marktanteils.

Einen näheren Blick: Dachdecker/Zimmerer
Ein alternatives Beispiel aus der Branche sind Dachdecker/Zimmerer. Das ist die einzige Handwerkergruppe, die lieber Webshops von Herstellern nutzen, wenn auch mit einer sehr geringen Differenz. 46 % kaufen lieber direkt bei den Herstellern, während 44 % von ihnen eher im Fachhandel einkaufen.

Insgesamt bestellen über 80 % der Dachdecker/Zimmerer mehr als einmal im Monat online.

Was eine sehr interessante Verschiebung ist – im Jahr 2019 war die Meinung in dieser Gruppe, dass der Trend zu Online-Shops nicht signifikant werden wird. 44 % von ihnen gaben an, dass sie nicht glauben, dass sie in naher Zukunft Online-Shops nutzen werden.

Einkaufs- und Distributionstrends am Bau
Aber um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss man sich ständig verändern und anpassen. Manchmal sind wir gezwungen, uns zu verändern – wie uns Corona kürzlich lehrte.

Bezogen auf den Anfang dieses Artikels – ist der deutsche Baumarkt noch so traditionell? Es scheint, dass sich der Wind dreht.

Zur Analyse von allen Fächern, Käufertypen und allen Einkaufswegen verweisen wir auf die BauInfoConsult Studie „Einkaufs- und Distributionstrends am Bau“.

Über die Autorin

Margareta Kocijančić ist unsere Marktinformationsspezialistin und der erste Kontakt für unsere Kunden.

Sie kombiniert ihre Erfahrung im Bau- und Immobilienbereich mit Marketingwissen, um unseren Kunden die beste Entscheidungsunterstützung zu bieten.

Kontakt:
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