By: Alexander Faust
Geschäftsmodelle / Pressemitteilungen
Düsseldorf, 31.03.2026: Klar: Die stockende Konjunktur ist Gift für Investitionen. Das gilt auch für Heimwerkerarbeiten und Renovierungsaufträge. Die Haushalte in Europa haben ihre Aktivitäten in den eigenen vier Wänden zum Jahresende deutlich reduziert. Die jüngste Messung der Verbraucheraktivitäten unter 6.600 Haushalten durch die USP Marketing Consultancy zeigt für das vierte Quartal 2025 das bisherige Allzeit-Tief in den elf untersuchten Ländern. Auch die Do-It-Yourself-Rate der Personen, die im Haushalt selbst zum Schraubenzieher greifen, ist historisch niedrig. Das Do-It-For-Me-Segment (sprich: Engagement von Handwerksanbietern) erzielt aber ebenfalls nicht gerade Traumraten. Dennoch sind die Verbraucher stärker als zuvor daran interessiert, Handwerkeraufträge zu vergeben – und die Ausgaben pro Handwerkerprojekt sind sogar deutlich gestiegen.
Gerade einmal jeder dritte Haushalt ist mit Renovierungsmaßnahmen aktiv
Der Anteil der Haushalte, die in Europa Modernisierungsmaßnahmen durchführen, ist im Vergleich zum vierten Quartal 2024 erheblich gesunken und hat mit 34 Prozent in Q4 2025 den schwächsten bislang erhobenen Wert seit 2018 erreicht. Trotzdem – oder eher andersherum: bezeichnenderweise – fielen die Ausgaben für die Renovierungsarbeiten der Haushalte in Q4 2025 nochmals 5 Prozent höher aus als in den letzten drei Monaten von 2024. Das dürfte an dem höheren Preisniveau liegen, das gleichzeitig mit auf der Bremse steht: Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 sind die Ausgaben nämlich nochmals um 6 Prozent zurückgegangen.
DIFM-Aufträge stehen trotz Auftragstief besser da als DIY
Das europäische Gesamtniveau der DIY-Aktivitäten steckt bereits seit zwei Jahren in einem Tief. Das bedeutet nicht zwangsläufig mehr DIFM-Aufträge für Anbieter aus dem Handwerk, da ja auch der Anteil der Haushalte, die überhaupt Renovierungen durchführen, gesunken ist. Obwohl der aktuelle Zeitpunkt für eine Auftragsvergabe von den befragten Haushalten eher als ungünstig eingeschätzt wurde, stieg der Saldo von -21 Prozent im vierten Quartal 2024 aber auf -3 Prozent im vierten Quartal 2025, was die Beobachtung eines wachsenden Bedarfs an DIFM-Lösungen stützt.
Die Ausgaben pro Projekt bleiben widerstandsfähig, wobei die Ausgaben im bisherigen Jahr im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines höheren Anteils an Projekten durch beauftragte Handwerksprofis gestiegen sind. Dies führt zu einer Verschiebung hin zu mehr DIFM-Projekten mit höheren durchschnittlichen Ausgaben je Projekt.
Über die Studie: Verbraucher: DIY vs. DIFM
Die aktuelle europäische Verbraucherstudie (Ausgabe Q4 2025) der USP-Gruppe bietet einen umfassenden Überblick über die Renovierungs- und Heimwerkertrends und basiert auf Erhebungen unter 6.600 Verbraucherhaushalten. Er gibt Einblicke in die Vorlieben der Verbraucher und die Faktoren, die ihre Wahl zwischen DIY und DIFM beeinflussen.
Außerdem untersucht der Bericht die wirtschaftliche Entwicklung der Renovierungsnachfrage und bietet wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung, Verbesserung und Weiterentwicklung Ihrer Geschäfts-, Kommunikations- und Marketingstrategien in Bezug auf Heimwerker und private Auftraggeber von Sanierungs- und Modernisierungsleistungen im Handwerk.
Im Einzelnen bietet der Bericht Informationen zu:
- beauftragte Renovierungsaufgaben in den letzten zwei Jahren
- von wem diese Aufträge ausgeführt wurden
- Gründe für die Beauftragung von Handwerksbetrieben/Helfern
- Gründe, warum DIFM statt DIY gewählt wird
- Renovierungs- und Modernisierungspläne für 2026
- DIY- und DIFM-Pläne für 2026
Die Resultate der Erhebung liegen insgesamt für 11 europäische Länder vor (neben Deutschland UK, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Belgien, Polen, Österreich, Dänemark und Schweden). Der Bericht für Deutschland mit Ergebnissen aus 600 Interviews mit deutschen Privathaushalten kann für 1.085 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden – die Vollversion mit 6.600 Interviews mit europäischen Verbraucherhaushalten ist für 3.500 € zzgl. MwSt. erhältlich. Bestellungen bzw. Rückfragen zur Studie oder zu weiteren Bezugsoptionen können an info@bauinfoconsult.de gerichtet werden.
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