Home » Insights » Jahresanalyse Kennzahlen & Perspektiven

Jahresanalyse Kennzahlen & Perspektiven

Jahresanalyse Deutschland 2020/2021: Bauwirtschaft – Kennzahlen & Perspektiven

Die Jahresanalyse ist das umfassende Nachschlagewerk von BauInfoConsult über aktuelle Entwicklungen in der Bau- und Installationsbranche in Deutschland. Auf Grundlage von eigener Marktforschung, Prognosemethodik und Desk Research werden Trends und Entwicklungen aus der Branche übersichtlich aufbereitet. Die Jahresanalyse erscheint in 2 Teilbänden, die auch einzeln bezogen werden können.

Der hier vorgestellte Teilband „Bauwirtschaft – Kennzahlen & Perspektiven“ stellt den deutschen Bau- und Installationsmarkt systematisch dar und gibt einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren, die wichtigsten Kennzahlen zur Baubranche sowie detaillierte Fertigstellungs- und Umsatzprognosen. Damit gibt Ihnen die Studie die zentralen Informationen zum Markt schnell und übersichtlich in die Hand, die Sie bei der Erstellung Ihrer eigenen Strategie- und Marketingplanung direkt berücksichtigen können. So finden Sie in der Studie…

  • Hochbauprognose 2020 und 2021 (regional/bundesweit)
  • Corona und Bauwirtschaft
  • Baukonjunktur I: Analyse der Genehmigungen und Fertigstellungen im Wohnungsbau
  • Baukonjunktur II: Analyse der Genehmigungen und Fertigstellungen im Nichtwohnungsbau
  • Kennzahlen (Betriebe, Bauvolumen, Bauinvestitionen etc.)
  • Baupreise und Umsatz
  • Demografie und Bauen
  • Entwicklung der Modernisierung und Sanierung in Deutschland
  • Arbeitsmarkt am Bau (Beschäftigung, Fachkräftemangel etc.)
  • Immobilienmarkt
  • Eckdaten im Tief- und Straßenbau
  • Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
  • Bauweisen und Baustoffe (Anteile der Baumaterialien, Fertigteilbau)

Dieser Marktüberblick wird im anderen Teilband „Bauwirtschaft- Trends und Marketing“ durch eine datenbasierte Analyse der wichtigsten Trends in der Baubranche und im Baumarketing ergänzt. Mehr Informationen dazu hier.

StudiePreisErhältlich ab
Jahresanalyse Deutschland 2020/2021: Bauwirtschaft – Marketing & Trends 500,- € zzgl. MwSt.September 2020
Jahresanalyse Deutschland 2020/2021: Bauwirtschaft – Kennzahlen & Perspektiven 500,- € zzgl. MwSt.September 2020
Jahresanalyse Deutschland 2020/2021: beide Bände 750,- € zzgl. MwSt.September 2020

Lesen Sie mehr über die Jahresanalyse Kennzahlen & Perspektiven

Düsseldorf, 17.09.2020: „US-Amerikaner bauen ihre Wohnhäuser aus Holz und Deutsche aus Stein.“ Zwar ist dies ein gängiges Klischee, doch es steckt ein kleiner Funken Wahrheit darin – zumindest, was die Wandbaustoffvorliebe der deutschen Bauherren angeht. Gerade im Wohnungsbau haben viele verschiedene Faktoren einen Einfluss darauf, welche Wandbaustoffe verwendet werden. Daher dürfte es wenig überraschen, dass Deutschland keine Art von „Monokultur-Bauweise“ aufweist, sondern verschiedene Wandbaustoffe zum gängigen Bau-Kanon hören. Dabei zeigt die Analyse der verfügbaren Daten, dass bestimmte Wandbaustoffe hierzulande tonangebend sind – und das wohl auch in den nächsten Jahren bis 2022.

Ein Wandbaustoff gibt im deutschen Wohnungsbau schon seit Jahren den Ton an: der Ziegel. So wurden auch in 2019 fast ein Drittel aller fertiggestellten Neubauwohngebäude mit den roten Mauersteinen errichtet – wie die in der alljährlichen Branchenstudie „Jahresanalyse“ durchgeführte Analyse der statistischen Daten zeigt. Von den vorteilhaften Eigenschaften, die der Ziegel hat, dürften besonders folgende Aspekte die Bauherren überzeugt haben: hohe Verfügbarkeit und Druckfestigkeit, gute wärme- und schalldämmende Eigenschaften, gutes Brandverhalten so wie eine lange Lebensdauer.

An zweiter Stelle der im Wohnungsbau am häufigsten verwendeten Wandbaustoffe kann der Porenbeton seine Position als „Vize“ behaupten. Fast jedes vierte im Jahr 2019 errichtete Wohngebäude greift auf diesen leichten und einfach zu verarbeitenden Wandbaustoff zurück. Den dritten Platz teilen sich der Kalksandstein sowie Holz als dominierende Wandbaustoffe. Dabei dürften beim Kalksandstein die hohe Tragfähigkeit sowie gute schall- und brandschutztechnische Eigenschaften jeden fünften Bauherrn überzeugt haben. Der ökologisch nachwachsende Rohstoff Holz mit seinem geringen Eigengewicht sowie seiner kurzen Bauzeit konnte 2019 ebenso viele Bauherren für sich gewinnen wie die weißen Mauersteine.

Bauen morgen: Fertigstellungsprognose der Wandbaustoffe im Wohnungsbau bis 2022

Auf Basis der in der Studie ebenfalls durchgeführten Fertigstellungsprognose lassen sich für die kommenden zwei Jahre verschiedene Entwicklungen bei den führenden Wandbaustoffen erkennen. So wird die Zahl der mit Ziegel fertiggestellten Wohngebäude bis 2022 eher stagnieren. Auch die Fertigstellungen von Wohngebäuden, die Porenbeton sowie Kalksandstein als primären Baustoff nutzen, werden ab 2020 ebenfalls stagnieren – wobei beide Baustoffe ab 2022 tendenziell wieder mehr Auftrieb verspüren dürften. Ähnliches gilt für den Stahlbeton. Dabei wirkt sich der ab 2021 anzusehende Zuwachs im Geschosswohnungsbau positiv auf die 2022er Fertigstellungsziffern der klassischen Mehrfamilienhausbaustoffe Kalksandstein sowie Stahlbeton aus.

Der seit Jahren zu beobachtende Bedeutungsverlust von Leichtbeton bzw. Bims als Wandbaustoff dürfte sich in den kommenden zwei Jahren indes weiter fortsetzen. Dagegen zeigt die Prognose, dass der Aufwärtstrend von Holz als kommender Wandbaustoff anhalten wird. Dies ist vor allem daher interessant, da das gesamte Fertigstellungsniveau im Wohnungsbau coronabedingt in den Jahren 2020 und 2021 eher gleichbleiben dürfte. 

Düsseldorf, 03.06.2020: Die deutschen Bauunternehmen rechnen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage mehrheitlich mit einem akzeptablen oder sogar guten Umsatzjahr 2020. Das zeigt die aktuelle Baubarometerbefragung von BauInfoConsult. Im Rahmen der Studie „Jahresanalyse 2020/2021“ hat das Düsseldorfer Institut BauInfoConsult in den ersten sechs von Corona geprägten Wochen deutschlandweit telefonische Interviews mit 600 Bauakteuren zu ihren Umsatzerwartungen im Angesicht der Krise erhoben. Vor allem die 150 befragten Bauunternehmer blieben größtenteils gelassen. Trotzdem muss jedes dritte Unternehmen mit deutlichen Verlusten rechnen. 

Nur 16 Prozent der Bauunternehmen rechnen damit 2020 ihren Umsatz steigern zu können. Allerdings geht mit 48 Prozent jeder zweite Bauunternehmer davon aus, dass das Umsatzjahr 2020 in etwa gleich ausfallen wird wie 2019 – bekanntlich ein Jahr, in dem die Bauwirtschaft florierte. Dieser Optimismus vieler Bauunternehmer ist auf den ersten Blick erstaunlich: Schließlich sind die Neuaufträge im Bauhauptgewerbe im März erheblich gesunken und auch bei den Auftraggebern im Wirtschafts- und Wohnungsbau ist die Lage alles andere als rosig.

Andererseits konnte das Bauhandwerk auch in den Lockdown-geprägten Befragungsmonaten März und April zwar unter Auflagen, aber dennoch relativ ungestört weiterarbeiten – anders als andere Wirtschaftszweige wie etwa Gastronomie und Tourismus, die gleichzeitig relativ stillgelegt wurden. Auch die hohen Auftragsbestände aus den Vormonaten stärken vielen Bauunternehmen immer noch den Rücken.

Ein weiteres Plus der Bauunternehmen ist der recht große Anteil des Neubaus in ihrem Auftragsportfolio. Hier kann relativ ungestört weitergearbeitet werden. Bei Gewerken, die ihren Umsatz überwiegend im Bestand erwirtschaften, wie etwa den Malern und Trockenbauern, fielen die wichtigen privaten Modernisierungsaufträge durch Corona fast ganz weg: Viele Haushalte scheuen sich aus Sorge vor Ansteckung Handwerker ins Haus zu lassen. Fast jeder zweite Ausbauhandwerker rechnet deshalb 2020 mit Umsatzverlusten.

Allerdings spürt auch jedes dritte Bauunternehmen die negativen Folgen der Coronakrise und hat die eigenen Umsatzerwartungen entsprechend gesenkt. Mit einem deutlichen Umsatzrückgang über 5 Prozent rechnen immerhin lediglich 15 Prozent der Bauunternehmer. Dabei scheint auch die Stärke der Restriktionen in den verschiedenen Bundesländern einen gewissen Einfluss auf die Umsatzeinschätzungen gehabt zu haben: In nördlichen Ländern wie Schleswig-Holstein waren die Grenzkontrollen und Bestimmungen sehr viel strenger als z. B. im eher laxen westlichen Nordrhein-Westfalen. Entsprechend unterschiedlich pessimistisch fielen die Umsatzerwartungen in den beiden Regionen Nord und West aus.  

Über die Studie

Die Branchentrendergebnisse stammen aus der Studie „Jahresanalyse Deutschland 2020/2021: Bauwirtschaft – Kennzahlen und Perspektiven“ von BauInfoConsult. Die vollständige Studie erscheint im September 2020 und wird unter anderem die folgenden Themen berücksichtigen:

  • Hochbauprognose 2020 und 2021 (regional/bundesweit)
  • Corona und Bauwirtschaft
  • Demografie und Bauen
  • Entwicklung der Modernisierung und Sanierung in Deutschland
  • Bauweisen und Baustoffe

Diese breit angelegte Baumarkdaten-Analyse wird durch den bereits erschienenen anderen Teilband „Bauwirtschaft- Trends und Marketing“ ergänzt, in dem die branchenrelevanten Bau- und Marketingtrends, wie z. B. Customer Journey am Bau, barrierefreies Bauen oder Nachhaltigkeit am Bau im Vordergrund stehen. Mehr Informationen zur Studie erhalten Sie von Alexander Faust und Christian Packwitz (info@bauinfoconsult.de oder 0211 301 559-10).